Spiralstabilisierendes Muskelkettentraining

Was sind eigentlich Muskelketten?

Muskelketten bestehen aus einer Verbindung von Muskeln, die über Faszien strukturell und funktionell miteinander verknüpft sind. Es gibt verschiedene Muskelketten im Körper: eine vordere, eine hintere, zwei seitliche und spiralförmige Muskelketten. Im Zusammenspiel ermöglichen die vertikalen und seitlichen Muskelketten die Aufrichtung und Stabilisierung des Körpers im Stand. In der Laufbewegung wird der Körper allerdings im Idealfall über die spiralförmigen Muskelketten stabilisiert und aufgerichtet. Die Aktivierung der vertikalen Muskelketten geschieht automatisch in Ruheposition, z. B. im Sitzen oder im Stand. Vertikale Muskelketten drücken die Wirbelsäule und damit die Bandscheiben zusammen. Beschwerden im unteren Rücken und Nacken lassen sich mit stark verspannter Muskulatur des Rückenstreckers erklären, verursacht durch die vertikale Stabilisation. Die spiralförmigen Muskelketten können dagegen nur in Bewegung aktiviert werden. Für diese "spirale" Stabilisierung müssen die Wirbelsäule und das Becken aufgerichtet sein und die Schulterblätter sollen sich frei nach hinten bewegen können. Das verlangt eine aktive Entspannung in der Brustmuskulatur, im Hüftbeuger und vorderen Oberschenkelmuskulatur. Spirale Muskelketten strecken den Rücken und entlasten damit Wirbelsäule und Bandscheiben. Viele  empfohlenen Stabilitätsübungen/Rückenübungen finden auf dem Boden und in einer statischen, isometrischen Position statt, welche die vertikale Muskulatur und damit die Muskelketten zusätzlich unter Spannung setzt. Spiralstabilisierendes Muskelkettentraining findet hauptsächlich im Stehen statt und werden stets dreidimensional gegen einen Widerstand ausgeführt. 

Dies macht wieder deutlich wie wichtig Bewegung für unseren Rücken ist!